In den 1970er Jahren gehörte John Fischer zu den wichtigsten Persönlichkeiten der New Yorker Loft-Szene. Zusammen mit seiner Frau führte er die Musikgalerie Environ. Mehr als tausend Veranstaltungen haben dort stattgefunden. Wer in der experimentellen Jazzszene Rang und Namen hatte, ist dort aufgetreten.

Fischer erwarb das Geld für sein erstes Jazz-Loft durch sogenannte Brotback-Festivals: Besucher konnten aus Brotteig Skulpturen kneten und diese, gebacken, mit nach Hause nehmen. Stets wurde dabei auch Jazz gespielt - ein Experimentierstil, bei dem Fischer versuchte, mit Stimme und Instrumenten den Klangvorstellungen elektronischer Komponisten nahezukommen.

Seit Anfang der 1990er Jahre konzentrierte sich Fischer verstärkt auf die Malerei und war ab 1995 regelmäßig als Dozent für freie Malerei und Computerkunst an der Marburger Sommerakademie tätig. Hier lernte er Arno Fischer kennen, damaliger Leiter des Kulturamtes. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis und John Fischer erzählte Arno Fischer wie ihm und seinen Eltern die Flucht vor den Nazis über Vichy-Frankreich, Casablanca und Kuba nach New York gelang.

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Arno Fischer: Kleine Songs zwischen Freunden
EDITION 6065
12€

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Wir senden einen gekürzten Mitschnitt vom 11. August aus Marburg. In einer öffentlichen Veranstaltung lasen Helge Heynold und Autor Arno Fischer aus dem Buch "Kleine Songs zwischen Freunden", ergänzt durch Texte von John Fischer. Es moderierte Roland Stürmer.

Sendung: hr2-kultur, Kulturszene Hessen, 16.08.2020.2020, 12:04 Uhr.
Wiederholung am 22.08.2020, 18:04 Uhr

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