Globale Wanderbewegungen gab es schon immer, und sie werden in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Auch Autor*innen sind immer öfter unterwegs: dauerhaft oder temporär, freiwillig oder erzwungen.

Wie wirken sich die Orts- und manchmal damit verbundenen Sprachwechsel auf die literarische Arbeit der Autor*innen aus? Wie schlagen diese sich thematisch in den Werken nieder? Welche Bedeutung haben Begriffe wie "Heimat" und "Herkunft", die im Zuge des sich ausbreitenden Nationalismus auch missbräuchlich verwendet werden? Ist es wirklich so einfach, Kosmopolit*in zu sein, oder gar die einzig erstrebenswerte Daseinsform? Ist das Konzept von Nationalliteratur noch aktuell oder müssten wir längst von globaler Literatur sprechen?

Yoko Tawada, Tomer Gardi, Ulrich Noller

Die Literaturtage 2020 beleuchteten diese Themen mit Podiumsdiskussionen, Lesungen, Werkstattgesprächen und einer Filmvorführung an zwei Tagen. Es nahmen insgesamt zehn internationale und deutsche Autor*innen teil.

In der Kulturszene Hessen hören Sie einen gekürzten Mitschnitt von zwei Veranstaltungen am 25. Januar 2020.
Im ersten Teil hören Sie eine Diskussion zwischen Eduardo Halfon und Pedro Kadivar. Das Werkstattgespräch mit dem Titel "Seine Muttersprache wählt man nicht, oder doch?" moderiert Geritt Wustmann.
In einem zweiten Teil sprechen Yoko Tawada und Tomer Gardi zum Thema "Sprachwechsler und Spracherfinder". Es moderiert Ulrich Noller.

Sendung: hr2-kultur, Kulturszene Hessen, 16.02.2020, 12:04 Uhr.
Wiederholung am 22.02.2020, 18:04 Uhr.

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