Saša Stanišić, der fabulierfreudige Schriftsteller, Vortragskünstler und Buchpreisträger 2019 ist neuer Poetik-Dozent in Wiesbaden.

Wie kaum ein anderer kann Saša Stanišić erzählen: Über die Probleme Karl des Großen beim Reiten, Lothar Matthäus, die Macht der Sprache, seine Herkunft und Europa.

"Heimat" spielt dabei für Stanišićs Schreiben, das implizit und explizit aus seiner Biografie schöpft, eine zentrale Rolle. Schließlich kam er selbst als Flüchtling aus Bosnien nach Deutschland. Doch reicht ein Blick auf die eigene Vergangenheit? Ist ein Schriftsteller durch seine Herkunft als Geflüchter nicht auch verpflichtet auch über die aktuellen Flüchtlingsschicksale zu schreiben, die Realität literarisch abzubilden? Und, welche sprachlichen Mittel kann ein Schriftsteller anwenden? In welchem Spannungsfeld stehen Sprache, literarische Sprache und Muttersprache?

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Die Souverärität, aber auch der Wert einer künstlerischen Arbeit entsteht durch Differenzierung: Hier stehe ich als Autor vor der Welt. Ich bin in der Welt, aber ich bin nicht die Welt.
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Saša Stanišić ist der neue Poetikdozent der Hochschule RheinMain und der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die "Poetikdozentur junge Autoren" gibt in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Villa Clementine jedes Jahr einen Blick in die Werkstatt einer Schriftstellerin oder eines Schriftstellers. Gastdozent*innen der vergangenen Jahre waren beispielsweise Judith Schalansky, Jan Wagner und Nora Bossong.  

Am 13. Februar stellte der Autor sich an der Hochschule vor. Wir haben seine Vorlesung vom 19. Februar für Sie mitgeschnitten und senden sie in einer gekürzten Form in der Kulturszene Hessen.

Kulturszene Hessen, 29.03.2020, 12:04 Uhr,
Wiederholung am 04.04.2020, 18:04 Uhr

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