Dreihundert Jahre in der Geschichte eines Ortes. Verbunden, neu arrangiert, mit unserer Gegenwart zusammengeführt. Auf ehemals flüssigem Grund bringt Kenah Cusanit Rebellen und einen Dichter zusammen. Die Kulturprogramme der ARD haben 40 Autor*innen gebeten, eine Erzählung zum Thema "Reisen" für das ARD-Radiofestival zu schreiben.

Zwischen Blut und Boden: Finden sich ein Nobelpreisträger, der nichts gewusst hat. Partisanen, die sich im Flussdamm vergraben. Wilde Haustiere und russische Offiziere. Vierhundert Jahre, die literarischer Reiseführer ebenso sind wie Tiefenbohrung in die Begriffsgeschichte der Reise: "Reisen" bedeutete nicht von ungefähr ursprünglich "ins Feld ziehen"; auch die Protagonisten des Textes tun dies, in jeder Generation auf jeweils mehr oder weniger wörtliche Weise. Kenah Cusanit führt mit ihrer so poetischen wie komplexen Erzählung in die Vergangenheit, die wiederum ins Kriegerische führt.

Produktion: MDR 2020

Sendung: hr2-kultur, "Kulturfrühstück", 09.09.2020, 09:30 Uhr.

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