Berichte von der Eroberung Algeriens im 19. und seiner Befreiung im 20. Jahrhundert vermischen sich mit Erinnerungen an eine Kindheit in der verschlossenen Welt der Frauen.

Die algerische Autorin Assja Djebar spannt in ihrem vielstimmigen Roman einen Bogen von der französischen Eroberung Algeriens 1830 bis zu den Befreiungskriegen Mitte des letzten Jahrhunderts. Erlebnisse aus ihrer eigenen Jugend verbindet sie mit historischen Kriegsberichten und den Erzählungen von Algerierinnen. Damit schildert sie nicht nur den algerischen Kampf um Unabhängigkeit, sondern auch den weiblichen und gibt den Frauen ihrer Heimat eine Stimme - immer im Bewusstsein der Ambivalenz, dass sie über die leidvolle Geschichte Algeriens in der Sprache der einstigen Kolonialmacht schreibt.

Nur Verwendung hr2 / ARD Radiofestival 2022 Lesung Assia Djebar: Fantasia

Assia Djebar die 1936 in Cherchell bei Algier geboren wurde und 2015 in Paris starb, war eine der international erfolgreichsten Autorinnen Algeriens. Sie studierte als erste Algerierin an der École Normale Supérieure in Paris und wurde am 16.06.2005 als erste Autorin des Maghreb in die Académie Française gewählt Ihr 1985 veröffentlichter Roman "Fantasia" bildete den Auftakt ihrer wichtigsten Veröffentlichung, dem sogenannten Algerischen Quartett, über die Magreb-Region.

Assia Djebar: Fantasia 
Übersetzerin aus dem Französischen: Inge M. Artl
Sprecherin: Birgitta Assheuer
Verlag: Unionsverlag 1990
Produktion: SWR 2002

Weitere Informationen

Diese Lesung ist auch im ARD-Radiofestival um 23:03 Uhr zu hören.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr2-kultur, "Lesung", 24.08.2022, 9:00 - 9:30 Uhr.