Seit 35 Jahren beschäftigt sich Christoph Peters mit Japan. Er hat Romane über Japan geschrieben, sich in der traditionellen Teezeremonie ausgebildet, sammelt japanische Keramiken. Doch in Japan ist er nie gewesen.

Die erste Reise nach Tokio muss also zum Abgleich werden zwischen Phantasie und Realität. Christoph Peters fährt mit der Metro und streift durch Seitenstraßen, er besucht Sushibars und Museen, betrachtet Tempelanlagen und einen Boxkampf. Er ist ein präziser Beobachter, in seinem Text webt er aus den Blicken der Menschen in der U-Bahn, aus den Regeln der Konversation, aus dem Nuancenreichtum in der Glasur einer Teeschale das Panorama einer ganzen Kultur. "Tage in Tokio" klingt wie eine Liebeserklärung an ein faszinierendes und widersprüchliches Land.

Christoph Peters stellte sein Buch während der Buchmesse in Frankfurt im LiteraturBahnhof im Haus des Buches vor. Es moderierte Hadwiga Fertsch-Röver von hr2-kultur.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 16.11.2021, 22:00 Uhr.