Der indische Waisenjunge Bartholomäus soll deutsche Wissenschaftler auf ihrer Forschungsreise begleiten. Er zögert – und ist fasziniert und abgestoßen zugleich von den Kolonialherren des 19. Jahrhunderts.

Als Übersetzer begleitet er die drei deutschen Brüder Adolph, Robert und Hermann Schlagintweit, die 1854 mit Unterstützung Alexander von Humboldts zur größten Forschungsexpedition ihrer Zeit aufbrechen und durchquert mit ihnen Indien und den Himalaya. Die Forscher reisen kurz vor Beginn des ersten Unabhängigkeitskrieges. Sie sind Forscher, aber auch im Auftrag des britischen Handelsimperiums „East India Company“ unterwegs, immer auf der Suche nach neuen Handelsbeziehungen. Bartholomäus verfolgt während der Expedition jedoch einen ganz eigenen Plan: Er selbst möchte das erste Museum seines großen und widersprüchlichen Landes gründen. Er sammelt Objekte, aber vor allem Immaterielles: Gefühle, Träume, Erinnerungen. Sein eigenes Museum.

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Buchangaben

Christopher Kloeble: Das Museum der Welt, dtv, München 2020, 528 Seiten, 24 Euro

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Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 15.09.2020, 22:00 Uhr.

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