Es ist Winter. Ein zugefrorener See. Zwei Schwestren wollen aufs Eis. Als das Eis einbricht, kann nur Eine der Beiden gerettet werden. Während die Eine ihr Leben verliert, verliert die Andere sich selbst und die Familie ihre Sprache. Sie zerfällt. Zuerst verschwindet der Vater, dann die Mutter, zurück bleibt ein Mädchen, das sich von nun an in die Erinnerungen und Erzählungen einspinnt, die ihr von ihrer Familie bleiben. Mit ihrem Debutroman "Es gibt keine Wale im Wilmersee" wagt sich Laura Dürrschmitt in die Tiefen, ans "Eingemachte" und erzählt die Geschichte eines Familientraumas, das alles verändert.

Laura Dürrschmidt, geboren 1994 in Seligenstadt am Main, stellte ihren Roman im Literaturhaus Frankfurt am 19.01 2022 in der Reihe Qualitätskontrolle 0122, die sich Debut-Autorinnen widmet und von Kristina Köhler konzipiert wird. Moderiert hat Traudl Bünger.

Laura Dürrschmidt, studierte Buchwissenschaft und British Studies in Mainz, wo sie sich auf Typographie spezialisierte. 2020 wurde sie beim jungen Literaturforum Hessen-Thüringen ausgezeichnet und nahm mit "Es gibt keine Wale im Wilmersee" an der Romanwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung in Edenkoben teil. Laura Dürrschmidt lebt in Offenbach.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 15.02.2022, 22:00 Uhr.