Mit Peter Kurzecks Chronik "Das alte Jahrhundert" im Kopf ist die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger unzählige Male durch Frankfurts Straßen gegangen, hat den Bahnhof, den Palmengarten, den Main, die Universität gesehen. Jetzt hat Dorothee Elmiger die Gelegenheit, Frankfurt selbst zu erfahren. Denn sie ist die neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim.

In einer Abendveranstaltung des "Stadtschreiberfestes" am 3. September wurde nicht nur der Schlüssel übergeben, sondern Dorothee Elmiger stellte sich in ihrer Antrittsrede den Bergen-Enkheimer Bürgerinnen und Bürgern vor.

Wir senden einen gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung. Am Anfang hören Sie Charlotte Brombach, Mitarbeiterin Verlag der Autoren und Bürgerjurorin im Wahlgremium zum Stadtschreiberpreis, die den Schlüssel übergibt und die Begründung der Jury vorliest.

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Der Stadtschreiberpreis von Bergen-Enkheim wurde 1974 ins Leben gerufen und wird in diesem Jahr zum 48. Mal vergeben. Der Literaturpreis ist mit einem Geldbetrag in Höhe von 20.000 Euro dotiert und schließt eine freie Wohnung für die Dauer eines Jahres in Bergen-Enkheim ein. Dorothee Elmiger übernahm das Amt von Anne Weber, weitere bisherige Stadtschreiber*innen in Bergen-Enkheim waren u.a. Nobelpreisträgerin Herta Müller, Peter Härtling, Peter Rühmkorf oder Eva Demski.

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Dorothee Elmiger, geboren 1985, lebt und arbeitet in Zürich. 2010 erschien ihr Debütroman "Einladung an die Waghalsigen", 2014 folgte der Roman "Schlafgänger" (beide DuMont Buchverlag). Dorothee Elmiger wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt, dem Rauriser Literaturpreis, einem Werkjahr der Stadt Zürich, dem Erich Fried-Preis und einem Schweizer Literaturpreis. Mit ihrem neuen Werk "Aus der Zuckerfabrik" (Hanser, 2020) war sie auf der Shortlist für den Schweizer und für den Deutschen Buchpreis 2020.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 26.10.2021, 22:00 Uhr.