Bei einer Führung durch Roms Katakomben bekommt der junge Autor einen Lachanfall – allerdings mit Folgen. Er macht sich auf den Weg über Friedhöfe: Hamburg-Ohlsdorf, Frankfurt, Constanţa, Rom … Entlang der Grabsteine unterschiedlichster Literaten beginnt eine Spurensuche, die ihn unter anderem auch zu Robert Gernhardt führt, dem „zweitgrößten Dichter Frankfurts“.

Auf seiner Reise trifft der Autor auf Orgelsachverständige, Friedhofswärter und rumänische Security, außerdem häufiger als erhofft auf knutschende Paare, Bonbonpapier, Champagnerflaschen und dann doch keine Mentholzigaretten. Neben Durchhaltevermögen braucht er Rotwein, eine Schreckschusspistole und eine frisierte Vespa, bis er erstaunt zu dem Schluss kommt: Verschwinden ist Luxus. Leonhard Hieronymis grandioses Debüt wurde begeistert aufgenommen. Hans Zippert schrieb in der „Titanic“: „Einerseits wäre ich gerne tot, damit Leonhard Hieronymi meine letzte Ruhestätte beschreiben könnte, andererseits könnte ich das dann nicht mehr lesen.“

Leonhard Hieronymi wurde 1987 in Bad Homburg geboren, er studierte Philosophie, Informatik und Europäische Literatur in Berlin, Mainz und Wien und ist Gründungsmitglied des Literaturkollektivs Rich Kids of Literature sowie der Kairo-Gesellschaft. Er lebt in Hamburg und schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Das Wetter und Metamorphosen. „In zwangloser Gesellschaft“ ist sein Debüt als Romanautor.

Wir senden eine Aufzeichnung vom 17. Oktober: Leonhard Hieronymi war zu Gast beim LiteraturBahnhof im Frankfurter Haus des Buches, eine Veranstaltung von Kultur & Bahn e.V. Catherine Mundt (hr2-kultur) moderierte.

Weitere Informationen

Leonhard Hieronymi: In zwangloser Gesellschaft
Hoffmann und Campe, September 2020
240 Seiten, 24 Euro

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 24.11.2020, 22:00 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit