Am Sterbebett eines Freundes begreift Lizzie die eigenen politischen und persönlichen Irrtümer. So erzählt der neue autobiografisch geprägte Roman der israelischen Autorin Lizzie Doron die Geschichte einer verpassten Liebe – und einer politischen Desillusionierung.

Ein Kindheitsfreund, den Lizzie Doron vierzig Jahre lang nicht mehr gesehen hat, bittet sie, sein letzter Besuch im Hospiz zu sein. Aber warum ausgerechnet sie? Yigals Erfahrungen in der israelischen Armee machten ihn zum Aktivisten gegen die Politik seines Heimatlandes. Als Tochter einer Holocaust-Überlebenden hielt auch Lizzie ihn für einen Verräter und wandte sich von ihm ab. Jetzt stellt sie sich der Frage, wer damals wen verraten hat.

Lizzie Doron wurde 1953 in Tel Aviv geboren. 2018 erhielt sie den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. 2019 war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin für Weltliteratur an der Universität Bern. Sie lebt in Tel Aviv und Berlin. Sie hören einen gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung Literaturbahnhof aus dem Haus am Dom vom 14.Oktober Es moderierte Daniella Baumeister von hr2-kultur.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 09.11.2021, 22:00 Uhr.