In ihrem neuen Roman "Das mangelnde Licht" erzählt Nino Haratischwili von einem verlorenen Land und einer verlorenen Generation. Georgien - nach der lang ersehnten Unabhängigkeit stürzt der junge Staat ins Chaos.

Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Keto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromausfälle, die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt.

Nino Haratischwili hat ihren neuen Roman "Das mangelnde Licht" am 3. März 2022 im Frankfurter Literaturhaus vorgestellt. Sie hören eine gekürzte Aufzeichnung. Es moderierte Anna Engel.

Nino Haratischwili wurde 1983 in Tbilissi in Georgien geboren. Sie ist preisgekrönte Theaterautorin, –regisseurin und Romanautorin. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Anna-Seghers-Literaturpreis, dem Bertolt-Brecht-Preis und dem Schiller-Gedächtnispreis. Heute lebt die Autorin in Berlin.

Ihr neuer Roman "Das mangelnde Licht" ist am 25. Februar in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 15.03.2022, 22:00 Uhr.