Was ist das Schlimmste, das du je getan hast? Nach seinem gefeierten Roman „Als ich jung war“ hat Norbert Gstrein wieder ein atemberaubendes Buch über die Abgründe der Menschheit geschrieben.

Jakob schaudert vor dem Altern. „Natürlich will niemand sechzig werden.“ Damit beginnt sein Lebensgeständnis. Er ist ein Schauspieler, eine Biografie soll über ihn geschrieben werden, und das wirft Lebensfragen auf. „Was ist das Schlimmste, das du je getan hast?“, fragt seine Tochter. Jakob erinnert sich an einen Filmdreh an der mexikanisch-amerikanischen Grenze. Die Morde an Frauen und das Elend dort bekam er bloß distanziert mit – aber zwei Mal war er plötzlich mittendrin. Er schämt sich, ringt mit den simplen Urteilen der Welt und sehnt sich in gleißenden Erinnerungen nach dem Glück. Warum ist er kein Original, sondern stets nur „der zweite Jakob“? Am 1. März ist Norbert Gstrein zu Gast im Digitalen Literaturhaus Frankfurt. Das Gespräch mit dem Autor führt die Literaturkritikerin Sandra Kegel (F.A.Z.). Wir senden einen gekürzten Mitschnitt.

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Buchangaben

Norbert Gstrein: Der zweite Jakob
Hanser Verlag 2021
448 Seiten, 25 Euro

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Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Er erhielt unter anderem den Alfred-Döblin-Preis, den Uwe-Johnson-Preis und 2019 den Österreichischen Buchpreis für „Als ich jung war“. Bei Hanser erschienen unter anderem auch „Die englischen Jahre“ und „Das Handwerk des Tötens“.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 16.03.2021, 22:00 Uhr.

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