Immer brüchiger wird das soziale Gefüge im Frankfurter Nordend. Ria Endres beobachtet seit Jahren, wie die Stadtentwicklung der Immobilienwirtschaft überlassen wird. Ein „Nordend“ gibt es in jeder deutschen Großstadt.

Ria Endres lebt im Frankfurter Nordend. Die Menschen, die in diesem Viertel seit Jahrzehnten in Mietshäusern wohnen, sind radikalen Veränderungen ausgesetzt. Eine ohnmächtige Politik überlässt die Stadtentwicklung einer Immobilienwirtschaft, die nur eines interessiert: maximaler Profit. „Nordend“ legt den Finger in die Wunden städtischer Veränderung und berührt die für alle Stadtbewohner so wichtige Frage nach der Heimat.

Ria Endres, im Ostallgäu geboren, lebt seit 1969 in Frankfurt. Hier promovierte sie über das frühe Werk von Thomas Bernhard. Seit 1980 ist sie freie Schriftstellerin. Bekannt wurde sie durch ihre Essays, Theaterstücke, Hörspiele, Gedichte und Prosa. Zuletzt erschien 2019 ihr Buch „Weltuntergänge“.

Wir senden einen Mitschnitt vom 17. Oktober: Auf der ARD-Buchmessenbühne war Ria Endres zu Gast in Lesung und Gespräch mit Daniella Baumeister.

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Buchangaben

Ria Endres: Nordend. Ein Stadtteil wird verkauft
Westend Verlag, 2020
128 Seiten, 16 Euro

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Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 23.03.2021, 22:00 Uhr.

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