Lange erwartet, ist der erste Roman der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo jetzt da. »Adas Raum« verwebt die Lebensgeschichten vieler Frauen zu einer Reise durch die Jahrhunderte und über Kontinente: Ein magischer, imaginativer und überraschender Roman, der ganz neue Perspektiven auf die afroeuropäische Geschichte sichtbar macht.

Ada erlebt die Ankunft der Portugiesen an der Goldküste des Landes, das einmal Ghana werden wird. In Schleifen bewegt sie sich nach England, um schließlich Jahrhunderte später in Berlin zu landen und hier für sich und ihr Baby eine Wohnung zu suchen. Ada ist viele Frauen, sie durchlebt viele Leben, das einer Mutter, einer Computerspezialistin, einer Prostituierten. Sie erlebt das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit.

Sharon Dodua Otoo, 1972 in London geboren, ist eine britisch-deutsche Schriftstellerin, Publizistin und Aktivistin. In ihren literarischen und publizistischen Texten widmet sie sich Themen Schwarzer Identität, Rassismen und deren historischen Wurzeln. 2013 erschien "die dinge, die ich denke während ich höflich lächle". Auf Einladung von Sandra Kegel, Leiterin des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, las Sharon Dodua Otoo bei den 40. Tagen der deutschsprachigen Literatur 2016 in Klagenfurt den Text "Herr Gröttrup setzt sich hin" und erhielt den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie unter dem Titel "Dürfen Schwarze Blumen malen?" die Klagenfurter Rede zur Literatur. Sandra Kegel (FAZ) moderierte den Abend mit Sharon Dodua Otoo im Literaturhaus Frankfurt am 7. Juni. Sie hören eine gekürzte Aufzeichnung.

Sharon Dodua Otoo

Adas Raum

S. Fischer, 2021

22 Euro/ 228 Seiten

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 22.06.2021, 22:00 Uhr.

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