Wer prägt die Welt, in der wir heute leben? Wie wollen wir sie künftig gestalten? Darüber haben im Herbst während der Buchmesse Autorinnen mit der Journalistin und Moderatorin Jagoda Marinić diskutiert. Warum wird Wut bei Frauen oft als und hysterisch gewertet, bei Männern hingegen eher als energisch und durchsetzungsfähig. Wie lösen wir uns von solchen Rollenzuschreibungen? Wie schaffen wir es, Eigenschaften und Emotionen, die uns weiterbringen, unabhängig von unserem Geschlecht zuzulassen? Wie können wir "Wut" nutzen und damit die gesellschaftliche Entwicklung weiterbringen? Darüber diskutierte Jagoda Marinić mit den Journalistinnen Natalie Amiri und Ann-Kristin Tlusty.

Jagoda Marinić (*1977) ist eine deutsch-kroatische Schriftsellerin, Journalistin und Podcasterin. 2016 erschien der Roman "Made in Germany – Was ist deutsch in Deutschland", in dem sie sich mit Deutschland als Einwanderungsland auseinandersetzt. In ihrem Buch Buch "Sheroes. Neue Held*innen braucht das Land" (2019) fordert sie, Deutschland solle nicht länger "Zaungast in der wichtigsten feministischen Debatte der letzten Jahrzehnte" sein. Für den hessischen Rundfunk betreut sie die Podcastserie "Freiheit Deluxe".

Die 1994 geborene Ann-Kristin Tlusty schreibt über Themen wie mentale Gesundheit, Rassismus und Feminismus - als Redakteurin für Zeit Online und für Deutschlandfunk Kultur. Tlusty hat an der Humboldt-Universität Berlin Kulturwissenschaften und Psychologie studiert. Im Herbst ist ihr Debüt-Roman "Süß – eine feministische Kritik im Hanser Verlag erschienen.

Die Journalistin Natalie Amiri, geboren 1978, hat von 2015 – 2020 das ARD-Studio in Teheran geleitet. Sie hat zuvor Orientalistik studiert. Für ihr journalistischen Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihr Buch "Zwischen den Welten: Von Macht und Ohnmacht im Iran." Ist im Herbst 2021 im Verlag Aufbau, Berlin erschienen.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 07.12.2021, 22:00 Uhr.