Einmal im Jahr strömt das literarische Frankfurt auf den Berger Markt. Im Festzelt bei Apfelwein und Pommes frites wird der renommierte Stadtschreiberpreis verliehen. In diesem Jahr ging er an Anja Kampmann, sie übernahm den Schlüssel zum Stadtschreiberhaus aus den Händen ihres Vorgängers Clemens Meyer. Die Festrede hielt Hanns Zischler.

In der Jury-Begründung heißt es über die 1983 in Hamburg geborene Schriftstellerin Anja Kampmann: "2016 erschien ihr Gedichtband 'Proben von Stein und Licht', 2018 dann ihr Roman 'Wie hoch die Wasser steigen', dem man anmerkt, dass sie als Lyrikerni begonnen hat − es ist nicht einfach ein Roman, sondern auch ein großes Gedicht." In ihrer leisen, ebenso poetischen wie politischen Antrittsrede bekannte sich Anja Kampmann zur Kraft der Poesie, der ein Widerstand innewohne. Die Autorin hat jetzt ein Jahr lang kostenloses Wohnrecht im Stadtschreiberhäuschen an der Oberpforte im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim und erhält noch dazu 20.000 Euro Preisgeld.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anja Kampmann ist neue Stadtschreiberin von Bergen

Anja Kampmann
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In seiner Abschiedsrede las Clemens Meyer Episoden aus seinem Tagebuch vor, mit spitzer Feder notiert und ungemein komisch. Das Publikum im Festzelt hatte den 45. Stadtschreiber von Bergen-Enkheim spürbar ins Herz geschlossen. Der Schauspieler, Autor, Fotograf und Universalgelehrte Hanns Zischler sprach in seiner Festrede über die Entmündigung des Fotografen im Zeitalter des digitalen Bildes. In der hr2-Spätlese dokumentieren wir Ausschnitte dieser vielleicht ungewöhnlichsten Literaturveranstaltung Hessens: mit Auszügen aus der Verleihung des 46. Stadtschreiber-Preises von Bergen-Enkheim am 30. August 2019 auf dem Berger Markt. Eine Sendung von Julika Tillmanns.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 29.10.2019, 22:00 Uhr

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