Marias und Wilhelms Kinder wachsen als Bürger des Osmanischen Reiches auf. Türkisch wird zu ihrer Muttersprache, nicht Deutsch. Von der alten Heimat bleibt nichts mehr als eine fahle Erinnerung - bis der Erste Weltkrieg ausbricht.

Der Roman erzählt von einer starken Frau und ihrer Familie inmitten der großen Umstürze des 20. Jahrhunderts. Hochschwanger reist Maria 1896 nach Anatolien und überrumpelt damit den werdenden Vater. Wilhelm hat sich heimlich in die Türkei aufgemacht, um als Ingenieur am Bau der Bagdadbahn zu arbeiten. Er ist fasziniert von der eigensinnigen, lebenshungrigen Frau. Fernab der heimatlichen Enge leben die beiden in Anatolien in wilder Ehe. Maria ist endlich angekommen. Ein Leben außerhalb von Anatolien liegt bald außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Als der Krieg ausbricht, sind ihre beiden Söhne im wehrpflichtigen Alter. Droht der Selbstbestimmung und der frei gewählten Heimat nun ein Ende?

Tanja Paar, geboren 1970 in Graz, lebt in Wien. Sie schreibt für Magazine und Zeitungen ("Falter", "Profil", "Der Standard"). Ihr Romandebüt "Die Unversehrten" erschien 2018. "Die zitternde Welt" ist ihr zweites Buch.

Wir senden den Mitschnitt einer Lesung vom 16. Oktober: Tanja Paar war zu Gast beim "Literaturbahnhof" im Frankfurter Haus des Buches, einer Veranstaltung von Kultur & Bahn e.V. Hadwiga Fertsch-Röver (hr2-kultur) moderierte.

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Tanja Paar: Die zitternde Welt
Haymon Verlag, 2020
22,90 Euro

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Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 19.01.2021, 22:00 Uhr.

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