Was passierte nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in der Literatur- und Künstlerszene? Uwe Wittstock beschreibt in seinem Sachbuch anschaulich, was Else Lasker-Schüler, Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Joseph Roth und andere erlebten.

Der Februar 1933 war der Monat, in dem sich auch für die regimekritischen Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Deutschland alles entschied. Wenige Tage zuvor hatten die Nationalsozialisten die Macht übernommen, am 30. Januar hatte Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Von Tag zu Tag verfolgt Uwe Wittstock, wie das vielfältige und glanzvolle literarische Leben der Weimarer Zeit in wenigen Wochen einem langen kalten Winter weichen musste und viele Künstler*innen das Land verließen.

Am 20. Oktober war Uwe Wittstock zu Gast beim "LiteraturBahnhof" im Frankfurter Haus des Buches und stellte sein neues Buch vor: "Februar 33. Der Winter der Literatur" (Verlag C.H. Beck, 288 Seiten). Es moderierte Martin Maria Schwarz von hr2-kultur. Wir senden einen gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 02.11.2021, 22:00 Uhr.