Zum ersten Jahrestag der rassistischen Morde in Hanau lasen und diskutierten in Hanau und Frankfurt Autor*innen, die sich in ihrer Arbeit mit Rassismus beschäftigen, unter anderem Hengameh Yaghoobifarah und Deniz Utlu. WIR SIND HIER. hieß das Festival für kulturelle Diversität.

Neun Menschen wurden am 19. Februar 2020 bei einem rechtsextremen Anschlag in Hanau ermordet. Was die Opfer gemein hatten: ihren sogenannter Migrationshintergrund. Das Festival thematisiert Rassismus und Zusammenleben in Deutschland. Vor nicht allzu langer Zeit gab es migrantische Literatur in Deutschland nur mit dem Siegel "Exilliteratur". Heute können junge Autor*innen verschiedene Perspektiven mischen. Sie erzählen von ihrem Leben in Deutschland, ihren multiplen globalen Bezugspunkten und von fragwürdigen kulturellen Zuschreibungen und Ausgrenzungen. Zu Gast im Literaturhaus Frankfurt und im Kulturforum Hanau waren Autor*innen, die sich in ihrer literarischen, journalistischen oder publizistischen Arbeit ausdrücklich oder hintergründig mit Rassismus beschäftigen. Wir senden einen Ausschnitt aus einer Veranstaltung vom 20. Februar: Im Kulturforum Hanau lasen Hengameh Yaghoobifarah ("Ministerium der Träume") und Deniz Utlu ("Gegen Morgen"). Das Gespräch führte Miryam Schellbach.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wir sind hier: Vielfältige Literatur in Deutschland

Deniz Utlu, Max Czollek, Hengameh Yaghoobifarah, Ronya Othmann und Fatma Aydemir
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Deniz Utlu wurde in Hannover geboren, er lebt in Berlin. Er gründete das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext, studierte VWL in Berlin und Paris. Sein Debütroman "Die Ungehaltenen" erschien 2014 (Graf Verlag), seinen zweiten Roman "Gegen Morgen" veröffentlichte er 2019 (Suhrkamp Verlag).

Hengameh Yaghoobifarah, geboren in Kiel, studierte Medienkulturwissenschaft und Skandinavistik. Die Autor*in lebt in Berlin, arbeitet in der Redaktion des Missy Magazine und schreibt für verschiedene Medien. 2019 erschien die viel beachtete Anthologie »Eure Heimat ist unser Albtraum« (zusammen Fatma Aydemir), 2021 im Verlag Blumenbar der Roman "Ministerium der Träume".

WIR SIND HIER. ist ein Festival des Literaturhauses Frankfurt, gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Dezernat für Integration und Bildung und das Dezernat für Kultur der Stadt Frankfurt am Main, in Kooperation mit der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank. 

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 02.03.2021, 22:00 Uhr.

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