Wie politisch ist ein Gedicht? Wie wehrhaft ist die Poesie - jetzt, hier und heute? Was bedeutet radikale Vielfalt in unserer Einwanderungsgesellschaft – und wie setzt man sie durch? Das waren Fragen, die beim "Textland"-Literaturfestival 2020 gestellt und diskutiert wurden. Mit dabei: die Lyriker*innen Alexandru Bulucz, Max Czollek, Sandra Gugić und Lea Schneider.

Max Czollek, Publizist und Lyriker, war Ko-Kurator des Festivals, es sollte eine „explorative Studie in Sachen wehrhafter Kunst“ werden. Es ging um Literatur, Theater und Poesie, die verschiedenen Genres und vor allem um eins: um die Notwendigkeit einer radikalen Vielfalt.

Dass die Vielfalt des Blicks längst durch die Zeilen zeitgenössischer Lyriker*innen spricht, bewiesen Alexandru Bulucz, Max Czollek, Sandra Gugić und Lea Schneider. Zum Abschluss des Literaturfestivals "Textland 2020" lasen sie aus ihren aktuellen Gedichtbänden. Die Lektorin und Literatur-Redakteurin Miryam Schellbach moderierte.

Das Literaturfestival "Textland" ist ein Projekt der Faust-Kultur-Stiftung. Es fand 2020 zum dritten Mal statt, in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt und dem Studio Naxos. Sie hören einen gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung „Wehrhafte Poesie und poetische Wehrhaftigkeit“, die am 24. Oktober 2020 in der Naxoshalle in Frankfurt stattfand.

Angaben zu den Gedichtbänden

Alexandru Bulucz: was Petersilie über die Seele weiß
Verlag Schöffling & Co., 2020
20 Euro

Max Czollek: Grenzwerte
Mit Illustrationen von Mario Hamborg
Verlagshaus Berlin, 2019
17,90 Euro

Sandra Gugić: protokolle der gegenwart
Mit Illustrationen von Oliver Hummel
Verlagshaus Berlin, 2019
17,90 Euro

Lea Schneider: made in china
Verlagshaus Berlin, 2020
17,90 Euro 

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 12.01.2021, 22:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit