Viele Geschichten beginnen mit einer unerwarteten Erbschaft, so auch bei der 50-jährigen Protagonistin Friederike. Ihre Großmutter hinterlässt ihr mitten in der Pandemie ein Ladenlokal in Berlin. Ist das einer jener sehr konkreten Winke mit dem Zaunpfahl, das Leben zu ändern?

Friederike erbt und alles wird neu. Ein Ladenlokal in Berlin unweit der Potsdamer Straße, in dem sich ein Café befindet, stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie kündigt mit fünfzig ihre Stelle am "Institut für schwindende Idiome" und wird Gastronomin. Sie übersteht die Kontrollen der Gesundheitsämter, die Anschläge von Heckenschützen, den schwarzen Regen und die Ausläufer der Pandemie. Friederike hält am Glück fest, anderen zu Diensten zu sein. Und es tauchen Menschen auf, mit denen sie nicht gerechnet hätte. Eines Tages erscheint zwischen den Gästen auch ihr verlorener Sohn Florian.

Katharina Hacker, geboren 1967 in Frankfurt am Main, lebt nach mehrjährigem Aufenthalt in Israel als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin und Brandenburg. 2006 erhielt sie den Deutschen Buchpreis für "Die Habenichtse". 2015 erschien ihr Roman "Skip" und 2021 das Jugendbuch "Alles, was passieren wird". Katharina Hacker wurde 2021 mit dem Droste-Preis der Stadt Meersburg ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman "Die Gäste" (2022).

In der Reihe "Frankfurter Premieren" hat Katharina Hacker ihr Buch in der Villa Metzler am 22.03.2022 vorgestellt. Es moderierte Sonja Vandenrath. Sie hören eine gekürzte Aufzeichnung des Abends.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 12.04.2022, 22:00 Uhr.