Der besondere Klang der Glocken, der "unerhörte" Klang des Trautoniums und der musikalische Klang von Sprache – sie standen im Mittelpunkt des diesjährigen "Labyrinth des Hörens", das sich am 24. Juni im Rahmen des 20. hr2-Hörfests Wiesbaden präsentierte.

An drei unterschiedlichen, aber doch nahe beieinander gelegenen Orten warteten spannende Vorträge rund ums Hören, um Sprache, Klänge und Musik auf das Publikum.

Antje Vowinckel, Hörspielmacherin und Musikperformerin aus Berlin, ging im Museum Wiesbaden der Frage nach: "Wie viel Musik steckt in Sprache?". Die für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnete Künstlerin machte mit Stücken wie "Call me Yesterday" auch international auf sich aufmerksam und ließ das Wiesbadener Publikum beim Dialektkaraoke aktiv mitmachen.

Michael Plitzner aus Kempten ist Glockensachverständiger und Geschäftsführer des Europäischen Kompetenzzentrums für Glocken, ECC Pro Bell. Er erläuterte in der Marktkirche, was den Klang von Glocken ausmacht und wie sich ihr Klangerleben im öffentlichen Raum positiv beeinflussen lässt.

Glockendoktor Michael Plitzner.

Der Musiker Peter Pichler aus München empfing das Publikum im Wiesbadener Kulturforum mit den schrägen Klängen des Trautonium, dem Urvater des Synthesizers, dem seine große Leidenschaft gilt. Er stellte das Instrument und seine fast hundertjährige Geschichte vor.

Musiker, Komponist und Musikproduzent Peter Pichler am Instrument Mixturtrautonium.

Das "Labyrinth des Hörens" ist eine Veranstaltung von hr2-Kultur und dem Kulturamt Wiesbaden. Wir senden einen Querschnitt der Veranstaltung vom 24.06.2021 in Wiesbaden. Es moderiert Juliane Spatz.

Sendung: hr2-kultur, "Literaturland Hessen", 29.08.2021, 12:04 Uhr