Die Ausstellung "Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin - Politische Rednerin" in der Deutschen Nationalbibliothek erzählt vom Leben und Werk Erika Manns und rückt ihr konsequentes Eintreten für Freiheit und Demokratie in den Mittelpunkt.

Erika Mann gehörte der "tänzerischen Generation" der Zwanziger Jahre an, verkörperte die neue Frau, schrieb launige Feuilletons für die Zeitung, liebte Theaterskandale, durchquerte ganz Europa mit dem Auto und genoss das Leben als Tochter aus berühmtem Hause in vollen Zügen. Der heraufziehende Nationalsozialismus öffnete ihr politisch die Augen. Fortan sah Erika Mann ihre selbst gestellte Aufgabe in der politischen Aufklärung und fürchtete keine Konflikte.

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Erika Mann
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Mit ihrem Kabarett "Die Pfeffermühle" feierte sie im Januar 1933 in München große Erfolge. Weit über München hinaus verbreitete sich der Ruhm des Kabaretts, das im März 1933 ins Exil gezwungen wurde und im Oktober in Zürich wieder öffnete. Der kabarettistische Kampf gegen Hitler konnte in vielen deutschsprachigen Ländern trotz Saalschlachten, Auftrittsverboten und Überwachung durch die Behörden bis 1936 fortgesetzt werden. Dann zwang sie die politische Weltlage zur Emigration in die USA.

Als politische Rednerin, Buchautorin und Kriegskorrespondentin startete Erika Mann hier eine zweite Karriere. Aber das Ende des Krieges brachte das Aus für eine politische Journalistin, die den Kalten Krieg früh und scharf kritisierte. Auch als Nachlassverwalterin und Herausgeberin der Werke von Thomas und Klaus Mann verfolgte sie das Weltgeschehen leidenschaftlich.

Die Ausstellung "Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin - Politische Rednerin" wurde am 8. Oktober 2020 in der Deutschen Nationalbibliothek eröffnet. Mit dabei waren die Kuratorin Prof. Dr. Irmela von der Lühe, Prof. Dr. Frido Mann, Schirmherr der Ausstellung und Neffe Erika Manns, und Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 in Frankfurt.

Die Ausstellung ist (nach dem Lockdown) noch bis zum 20. März in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main zu sehen. Ergänzend zur Ausstellung vor Ort ist eine virtuelle Sonderausstellung über Erika Mann auf der Plattform "Künste im Exil" zu finden.

Im "Literaturland Hessen" senden wir einen gekürzten Mitschnitt der Eröffnung der Ausstellung vom 8. Oktober 2020.

Sendung: hr2-kultur, "Literaturland Hessen", 17.01.2021, 12:04 Uhr
Wiederholung: 23.01.2021, 18:04 Uhr

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