Das Literaturfestival "Frankfurt liest ein Buch" widmet sich dieses Jahr Irmgard Keuns Roman "Nach Mitternacht". Ein Roman, der den scharfen Blick der Autorin auf die gesellschaftlichen Arrangements unter dem Nationalsozialismus vor Augen führt. Auf einer Veranstaltung in der Deutschen Nationalbibliothek sprechen Dr. Sylvia Asmus und Prof. Dr. Ariane Martin, die Schauspielerin Melanie Straub liest Ausschnitte aus Irmgard Keuns Werk.

"Nach Mitternacht" entstand im Exil - von 1936 bis 1940 lebte Irmgard Keun zuerst in Belgien, später in den Niederlanden, und verarbeitete ihre Erfahrungen aus dem nationalsozialistischen Deutschland in ihren Romanen. Nach der Besetzung der Niederlande kehrte sie nach Köln zurück und überlebte den Krieg in der Illegalität.

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Frankfurt liest ein Buch: Innenansichten aus dem bürgerlichen Nazi-Deutschland

Irmgard Keun
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Über ihre scharfsichtigen Beobachtungen der nationalsozialistischen Gesellschaft aus der Innenperspektive sprechen am 6. Mai Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek und Prof. Dr. Ariane Martin vom Deutschen Institut der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Leider musste Camilla Renschke kurzfristig absagen. An ihrer Stelle liest nun die Schauspielerin Melanie Straub Passagen aus Irmgard Keuns Roman.

In hr2-kultur senden wir einen gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung am 6. Mai aus der Deutschen Nationalbibliothek, moderiert von Martin Maria Schwarz.

Veranstalter sind hr2-kultur, Deutsches Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek, Der Audio Verlag.

Sendung: hr2-kultur, "Literaturland Hessen", 08.05.2022, 12:04 Uhr;
Wiederholung am 15.05.2022, 18:04 Uhr.