Religiöse Toleranz scheint in der menschlichen Geschichte leider eher die Ausnahme als die Regel zu sein. Aber es gab sie - die Goldenen Zeitalter des friedlichen Zusammenlebens zwischen Juden, Muslimen und Christen. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Und wie kann heute interkultureller Dialog Gräben überwinden?

Die Spaltung zwischen Judentum und Islam scheint auch in Deutschland immer tiefer zu werden. Eine Spaltung, die auch auf Unwissen und Unverständnis beruht – denn nicht nur haben die Religionen gemeinsame Ursprünge, auch kulturell gibt es viele Verwandtschaften. Eine Gruppe von Wissenschaftler*innen an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Goethe Universität Frankfurt möchte das Gespräch über die jüdisch-muslimischen Beziehungen in die breite Öffentlichkeit zu tragen.

Mithilfe eines Podcasts, produziert in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk, versuchen sie, ihre wissenschaftliche Forschung der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Dabei wird die zunehmende Entfremdung zwischen Juden und Muslimen in Deutschland thematisiert, Islamophobie, muslimischer Antisemitismus und der Konflikt im Nahen Osten. Gleichzeitig möchte das Podcast-Projekt eine Plattform für alternative wissenschaftliche Stimmen schaffen, die sonst seltener zu Gehör kommen.

Andrea Geissler stellt im "Literaturland Hessen" das Projekt mit Ausschnitten aus dem Podcast vor und spricht mit den Beteiligten: Armina Omerika, Juniorprofessorin für Ideengeschichte des Islam, Dr. Johannes Becke, Professor für Israel- und Nahoststudien, Dr. Frederek Musall, Professor für Jüdische Philosophie und Ideengeschichte, Beyza Arslan, Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin und Dana Daymand, Wissenschaftliche Hilfskraft.

Sendung: hr2-kultur, "Literaturland Hessen", 21.02.2021, 12:04 Uhr;
Wiederholung am 28.02.2021, 18:04 Uhr.

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