Ist religiöse Toleranz in der Geschichte der Menschheit eher seltene Ausnahme oder doch nicht so ungewöhnlich? Unter welchen Voraussetzungen kann sie gelingen? Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Und wie kann heute interkultureller Dialog Gräben überwinden?

Diesen Fragen widmeten sich die Islamwissenschaftlerin Prof. Armina Omerika und der Professor für Jüdische Philosophie, Frederek Musall, in einer Podiumsdiskussion. Dabei ging es insbesondere um das Beispiel des "Goldenen Zeitalters" in Al-Andalus – gemeint ist das weitgehend friedliche Zusammenleben zwischen Juden, Muslimen und Christen im muslimisch beherrschten Teil der Iberischen Halbinsel um das Jahr 1000. Denn gerade mit den Erkenntnissen über diese – und andere – Zeiten kulturell fruchtbarer Koexistenz lässt sich der Blick auf aktuelle Herausforderungen der jüdisch-muslimischen Beziehungen schärfen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mekka und Jerusalem – Dialog zwischen den Kulturen

Dialog Juden und Muslime
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Die Veranstaltung ist Teil eines wichtigen gemeinsamen Projekts: das Gespräch über die jüdisch-muslimischen Beziehungen verstärkt in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Eine Gruppe von Wissenschaftler*innen an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und der Goethe Universität Frankfurt möchte mithilfe eines Podcasts, produziert in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk, ihre wissenschaftliche Forschung der Allgemeinheit zugänglich zu machen. In den Folgen werden die Konflikte, aber auch die Gemeinsamkeiten zwischen jüdischen und muslimischen Kulturen anschaulich gemacht. Gleichzeitig möchte das von der Volkswagen-Stiftung geförderte Podcast-Projekt eine Plattform für alternative wissenschaftliche Stimmen schaffen, die sonst seltener zu Gehör kommen. Das Konzept, durch Podcasts ins Gespräch zu kommen, hat sich für Armina Omerika übrigens gleich doppelt bewährt: Sie leitet an der Universität Frankfurt ein eigenes Podcast-Projekt zu Islamischer Theologie - www.theofunk.de.

Andrea Geißler stellt im "Literaturland Hessen" das Projekt mit Ausschnitten aus der Podiumsdiskussion und dem Podcast vor und spricht mit den Beteiligten: Armina Omerika, Juniorprofessorin für Ideengeschichte des Islam, Dr. Johannes Becke, Professor für Israel- und Nahoststudien, Dr. Frederek Musall, Professor für Jüdische Philosophie und Ideengeschichte, Beyza Arslan, Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin und Jana Schilling, Wissenschaftliche Hilfskraft.

Sendung: hr2-kultur, "Literaturland Hessen", 21.02.2021, 12:04 Uhr.

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