Im Stadtraum Witzenhausen startete Anfang 2020 ein Projekt: Wie kann man öffentlich über koloniale Vergangenheit ins Gespräch kommen? Und was hat eine nordhessische Kleinstadt damit zu tun?

Seit dem 19. Jahrhundert spannen sich von Witzenhausen aus Fäden in die ganze Welt. 1898 wurde hier die erste private "Deutsche Kolonialschule" gegründet, an der Landwirte als Siedler für die deutschen Kolonien ausgebildet wurden. Heute studieren hier junge Menschen aus aller Welt am Fachbereich "Ökologische Agrarwissenschaften".

In Workshops haben sich Bürger*innen und Student*innen mit dem kolonialen Erbe ihrer Stadt auseinandergesetzt und Bruchstücke aus der Vergangenheit wieder in die Gegenwart geholt.

Christiane Kreiner hat Stimmen aus dem Projekt zwischen Dezember 2019 bis im Juni 2020 gesammelt.

Die Workshops wurden im Rahmen von Literaturland Hessen / Raus aufs Land von hr2-kultur initiiert und gemeinsam mit der Stadt Witzenhausen, der Universität Kassel / Fachbereich 11 , Ökologische Agrarwissenschaften, dem Deutschen Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft, der DITSL Gmbh, dem Hochschulverband Witzenhausen e.V. und dem Arbeitskreis Eine Welt e.V. und der Initiative "witzenhausen-postkolonial" durchgeführt.

Zu hören sind Berndt Braedt, Mathilda Fuhrmeister, Teresa Hämmerle, Roberto Keller, Johnny Ibraimo, Mike Mischkowsky, Martin Nadarzinski, Sinini Ngwenja, Pamela Ngwenya, Matthias Röper, Anna Siekmann, Miry- Mariam Schneider, Hanna Schwager. Es sprechen: Birgitta Assheuer und Luna Vega. Mit Musik von Tanga Pasi - Sinini Ngwenya.

Noch mehr Bilder und Stimmen aus dem Projekt sowie mehr über die koloniale Vergangenheit Witzenhausens erfahren Sie in unserem Online-Special "Perspektivenwechsel: Witzenhausen und sein koloniales Erbe" auf hr2.de.

Sendung: hr2-kultur, "Literaturland Hessen", 20.09.2020, 12:04 Uhr.
Wiederholung am 26.09.2020, 18:04 Uhr.

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