Jagoda Marinić erkundet mit ihren Gästen die Kunst-, Meinungs- und Gedankenfreiheit als Bedingung für gesellschaftliche Entwicklung.

Zwei Schriftstellerinnen, die eine in Heidelberg, die andere in New York, über Geschlechterrollen und Politik: Was muss eine Frau eigentlich tun, um von Männern ernst genommen zu werden – als Intellektuelle oder Künstlerin oder Politikerin? „Falten helfen, das Alter hilft“ – da ist sich Hustvedt sicher. Denn Frauen werden von vielen Männern eher mit dem Körper in Verbindung gebracht, nicht mit dem Geist. Jagoda Marinić lacht viel mit ihrem Gast in dieser Ausgabe von FREIHEIT DELUXE. Dabei ist das Thema ernst: Es geht um Frauenfeindlichkeit, die die Freiheit von Frauen massiv einschränkt.

„Frauenfeindlichkeit ist Bestrafung und richtet sich besonders gegen Frauen, die ehrgeizig sind“ sagt Hustvedt und führt als Beispiel die Wahlkampfniederlage von Hillary Clinton im US-amerikanischen Wahlkampf 2016 vor allem auf Frauenhass zurück. Die westliche Kultur sei laut Hustvedt immer schon auf die Mutterrolle fixiert gewesen und deswegen werde von allen Frauen erwartet, dass sie fürsorglich und folgsam seien: "Und wenn sie das nicht zur Zufriedenheit derer leisten, die das für ihre natürliche Rolle halten, dann muss das eben bestraft werden." Ein aktuelles Beispiel für Frauenhass gegen aufstrebende Frauen seien die andauernden Attacken gegen die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, meint Jagoda Marinić.

Im linearen Programm hören Sie die gekürzte Version dieses beeindruckenden Gesprächs. Im Podcast-Kanal können Sie das Gespräch in voller Länge anhören – in der englischen Originalversion oder in deutscher Übersetzung.

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Alle zwei Wochen als Podcast in der ARD-Audiothek, samstags um 10:35 Uhr in hr-iNFO und um 18:04 Uhr in hr2-kultur.

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Eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Sendung: hr2-kultur, "Literaturland Hessen", 03.07.2021, 12:04 Uhr