Besonders in der Passionszeit ist der Tenor gefragt. Doch die eigentliche Hochzeit im Konzertjahr ist diesmal eine ganz andere, genau so wie seit einem Jahr alles ganz anders ist. Trotzdem hat der Frankfurter Sänger Wege gefunden, mit seiner Musik weiter sein Publikum zu erreichen.

Wie er das schafft und wie sein Werdegang als Sänger verlief, welche Musiker*innen ihn dabei besonders geprägt haben und welche Projekte Poplutz während der Coronapandemie für sein Publikum realisiert, erfahren Sie hier.

Gigant der Klänge

Orgel Martinskirche Kassel

Schon der Anblick der neuen Orgel in Sankt Martin ist spektakulär, denn die Pfeifen dieses neuen Instruments ragen nicht in die Höhe, sondern dem Publikum direkt entgegen. Auch klanglich ist diese Orgel gigantisch. Zu den schwarzen und weißen Tasten kommen nochmal so viele Schmale hinzu, die auf außergewöhnliche Weise Vierteltöne möglich machen. Diese Vieltöne-Orgel wurde mit Hilfe bekannter documenta-Künstler gestaltet und von der österreichischen Orgelbau-Werkstatt Rieger gebaut. 2017 wurde das Instrument eingeweiht. Nun wird das Großprojekt zu Ende gebracht, mit einem sogenannten "Experimentalmodul".

Bachs übersehene Oper: Die Matthäus-Passion

Dornenkrone: Die Evangelien berichten in Matthäus 27:29, Markus 15:17 und Johannes 19:2, dass Jesus von Nazaret von römischen Soldaten eine Krone aus Dornen aufgesetzt wurde.

Im Jahr 1727 wurde während des Ostergottesdienstes in der Leipziger Thomaskirche Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion uraufgeführt. Damals ahnte mit Sicherheit noch niemand, dass hier ein Werk entstanden war, dass sich zum Klassiker aller Passionsmusiken entwickeln sollte. Möglich wurde das erst nach seiner Wiederentdeckung durch Felix Mendelssohn im 19. Jahrhundert. Heute ist die Matthäus-Passion aus dem Musikleben, gerade zur Osterzeit, nicht mehr wegzudenken. Von ihr gibt es sogar Ballettfassungen und Verfilmungen. Niels Kaiser betrachtet die Matthäus-Passion in dieser Ausgabe der Sendung aber noch einmal von einer ganz anderen Seite - nämlich als Bachs übersehene Oper.

Deutsche Musikgeschichte komprimiert in Kassel

Musik, Kopfhörer, Note

Das "Deutsche Musikgeschichtliche Archiv" in Kassel ist ein Ort für alle, die zur deutschen Musikgeschichte forschen oder sich dafür interessieren. Die Quellen dazu sind über Bibliotheken in der ganzen Welt verstreut - oder in Privatbesitz. Seit Mitte der fünfziger Jahre bietet "Das Deutsche Musikgeschichtliche Archiv" allen Interessierten dazu eine Gesamtübersicht, bei der an einem Ort Notendrucke und Musikhandschriften erfasst und auf Mikrofilmen gesammelt werden.

Weitere Informationen

Sendung: hr2-kultur, "Musikland Hessen", 03.04.2021, 15:04 Uhr.

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