Als 2015 Kirill Petrenko, heutiger Chef der Berliner Philharmoniker, letztmals "Das Rheingold" bei den Bayreuther Festspielen dirigierte, inszenierte Regisseur Frank Castorf den Machtkampf nicht als einem um das Gold, sondern ums Öl.

Wotan - Wolfgang Koch
Donner - Daniel Schmutzhard
Froh - Lothar Odinius
Loge - John Daszak
Fasolt - Wilhelm Schwinghammer
Fafner - Andreas Hörl
Alberich - Albert Dohmen
Mime - Andreas Conrad
Fricka - Claudia Mahnke
Freia - Allison Oakes
Erda - Nadine Weissmann
Woglinde - Mirella Hagen
Wellgunde - Julia Rutigliano
Floßhilde - Anna Lapkovskaja

Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Kirill Petrenko

Wagner: "Das Rheingold", Vorabend zum Bühnenfestspiel "Der Ring des Nibelungen"

(Aufführung vom 27. Juli 2015 im Bayreuther Festspielhaus)

Anschließend:
Wagner 2020
Richard Wagner: "Die Meistersinger von Nürnberg", Arie des Walther von Stolzing aus dem 1. Aufzug und Szene Eva - Walther von Stolzing aus dem 2. Aufzug
"Siegfried-Idyll"
"Wesendonck-Lieder"

Camilla Nylund, Sopran
Klaus Florian Vogt, Tenor
Jobst Schneiderat, Klavier
Mitglieder des Bayreuther Festspielorchesters
Leitung: Christian Thielemann

(Zeitversetzte Übertragung aus der Villa Wahnfried in Bayreuth)

Kirill Petrenko stand 2015 zum (vorerst) letzten Mal im "mystischen Abgrund" des Bayreuther Festspielhaus - dessen akustische Tücken hatte er auf Anhieb so souverän wie wenige vor ihm in den Griff bekommen. Markenzeichen seiner Interpretation waren spannungsreiche Tempi bei enorm durchhörbarem, aufgefächertem Orchesterklang. Auf der Bühne wimmelte es im "Vorabend" von Wagners "Ring-Tetralogie" vor stimmpotenten Darstellern. Die komplexe, heiß umstrittene Inszenierung von Frank Castorf verband Trash mit Nostalgie, unternahm interkontinentale Zeitreisen. 

Sendung: hr2-kultur, "Oper", 25.07.2020, 20:04 Uhr.

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