Podcast Artur Becker: Der unsterbliche Mr. Lindley: Ein Hotelroman

Das Cover von Artur Becker "Der unsterbliche Mr. Lindley"

Es kommt heutzutage kaum noch vor, das renommierte Autoren Auftragsarbeiten erledigen. Artur Becker aber hat zu dem in Frankfurt entstehenden Lindley-Hotel einen Roman geschrieben, in dem die Stadt, das Hotel und seine Bewohner in ganz neuem Licht erscheinen. Seine im persönlichen Exil lebenden Protagonisten brechen zu einer bunten Reise in die Geschichte auf, aus der sie geläutert zurückkehren.   

Artur Becker erzählt von einem Familientreffen in dem Hotel Lindley. Das hat seinen Namen von William Lindley, der in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts die Wasserversorgung Frankfurts entwarf und baute. Geschichtsbewußt entwickelt sich eine drogeninduzierte Reise zu diesem historischen Ingenieur, der auch nur ein ganz normaler  Melancholiker ist. Während sich der ältere Sohn der Familie seiner neuen Eroberung hingibt, stirbt sein Vater ein paar Etagen tiefer.  Doch nichts ist endgültig, zumindest in den Romanen von Artur Becker.

Fazit

"Der unsterbliche Mr. Lindley" ist ein historisch genaues, schräg-melancholisches Buch, das viel über Frankfurt aussagt, ohne ein Reiseführer zu sein. Es verführt eher zum Lesen und zum Nachdenken, als zu einem Hotelbesuch, in dem ein jeder zwangsläufig zur Ware wird. Und wenn das Lindley-Hotel dann im März eröffnet wird, kann man überprüfen, wie ähnlich sich Wirklichkeit und Fiktion sind.

Artur Becker: Der unsterbliche Mr. Lindley: Ein Hotelroman,
Verlag weissbooks 2018, Preis: 24,-- Euro

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