Für die Neue Zürcher Zeitung ist Professor Karl Schlögel der "Lyriker unter den deutschen Osteuropa-Historikern".

Seinen speziellen Blick auf die Landmasse östlich von Oder und Neiße bewies der Bauernsohn aus dem Allgäu ab Mitte der 1980er-Jahre mit Essays wie "Die Mitte liegt ostwärts". Für einen Wissenschaftler war Schlögels Werdegang ungewöhnlich: Nach der Promotion arbeitete er einige Jahre als freier Schriftsteller und Übersetzer und absolvierte längere Forschungsaufenthalte in Moskau und Leningrad.

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Der Historiker Karl Schlögel (li.) und Rainer Volk
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1990 erfolgte erst der Ruf an die Universität Konstanz, danach an die Universität Frankfurt (Oder). Später schrieb Karl Schlögel über Städte wie Petersburg und über Geopolitik. Sein Panorama "Das sowjetische Jahrhundert" prämierte die Leipziger Buchmesse im vergangenen Jahr mit dem Sachbuchpreis. Guter Stil ist für Karl Schlögel Teil oder Vehikel des Erkenntnisprozesses.

Das Gespräch finden Sie auch als Podcast in der ARD Audiothek und unter ardradiofestival.de

Sendung: hr2-kultur, "ARD Radiofestival - Gespräch", 30.08.2019, 22:30 Uhr.

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