Harald Welzer hält das Arbeitsethos der Industriegesellschaften endgültig für überholt. Der Soziologe und Publizist fordert einen kritischen Blick auf unsere Arbeitsverhältnisse. Schlechte Jobs hätten nicht per se Sinn, auch wenn das gesellschaftlich und kulturell so tradiert sei.

Welzer fordert vielmehr ein Ende der "Fetischisierung" von Arbeit, die Leute unglücklich mache. Um die Chancen zu erkennen, die sich mit der Digitalisierung ergeben, brauche es ein neues Verhältnis zu ihr.

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Der Sozialpsychologe Harald Welzer

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Zum Artikel Der Soziologe Harald Welzer befragt von Carsten Tesch

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"Wenn es möglicherweise etwas Gutes geben könnte durch die Digitalisierung, Roboterisierung, Automatisierung, dann ist das die Befreiung von schlechter Arbeit." Das sei ein zivilisatorischer Gewinn. Entfremdete Arbeit in Frage zu stellen, ist dabei eine seiner Kernthesen. In seinem Buch "Alles könnte anders sein" und im Gespräch mit Carsten Tesch plädiert Harald Welzer für eine Utopie der vielen kleinen Schritte.

Das Gespräch finden Sie auch als Podcast in der ARD Audiothek und unter ardradiofestival.de

Sendung: hr2-kultur, "ARD Radiofestival - Gespräch", 07.08.2019, 22:30 Uhr.

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