Fast ein französischer Abend - Die argentinische Cellistin Sol Gabetta und der Pianist Bertrand Chamayou spielen beim Solsberg Festival Musik von Maurice Ravel, Claude Debussy und Benjamin Britten.

Sol Gabetta, Violoncello
Bertrand Chamayou, Klavier

Ravel: Pavane pour une infante défunte
Ravel: Miroirs
Debussy: Cellosonate d-Moll
Britten: Cellosonate C-Dur op. 65

(Aufnahme vom 29. Juni 2019 aus der Klosterkirche Olsberg)

Anschließend:
Granada Festival
Orchestre de Paris
Leitung: Pablo Heras-Casado

Berlioz: Symphonie fantastique op. 14

(Aufnahme vom 5. Juli 2019 aus dem Palacio de Carlos V)

Außergewöhnliche Programme mit Künstler*innen einer neuen Generation in historisch bedeutender Umgebung: das Solsberg Festival trägt deutlich die Handschrift der argentinischen Cellistin Sol Gabetta. Die hat sich Im Juni 2006 einen Traum erfüllt: ein Mal im Jahr trifft sie sich mit Freunden, um Musik zu machen ganz nach ihren Vorstellungen.

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Bertrand Chamayou

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sol Gabetta und Bertrand Chamayou beim Solsberg Festival

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Die ursprüngliche Idee von Sol Gabetta war, in diesem Konzert zusammen mit dem Pianisten Bertrand Chamayou und der Geigerin Vilde Frang die Grenzen des Klaviertrios auszuloten. Dann erkrankte Vilde Frang kurzfristig und Sol Gabetta und Bertrand Chamayou entwarfen einen Duo-Abend, der zumindest mit zwei Werken von Maurice Ravel noch die ursprüngliche Idee  des Abends anklingen ließ. Ursprünglich sollte es ein Abend der Extreme werden , daraus entwickelte sich mit Ravels "Pavane pour une infante défunte" und "Miroirs" sowie mit Debussys Cellosonate in d-Moll ein sehr französischer Abend.

Hätten die beiden nicht auch noch Benjamin Brittens Cellosonate in C-Dur op. 65 auf das Programm gesetzt. Britten schrieb das Werk 1961 für den Cellisten Mstislaw Rostropowitsch. Es ist dem Cellisten auf den Leib geschrieben, wie der Kritiker William Mann einmal bemerkte: "Die Art und Weise, wie diese Sonate komponiert ist, weist darauf hin, dass Britten mit diesem Werk seinen Eindruck vom Charakter des Künstlers, dem es gewidmet ist, wiedergeben wollte: ein fröhlicher, charmanter, ungewöhnlich brillanter Virtuose, aber hinter all dem ein suchender Musiker mit dem Gehirn eines Philosophen." Die Cellosonate in C-Dur gehört neben den drei Suiten für Cello und der Cello Symphonie  zu fünf großen Werken, die Benjamin Britten in der Folge für Mstislaw Rostropowitsch schrieb. Hier nun folgt Sol Gabetta den Spuren ihres großen Vorgängers.

Pablo Heras-Casado dirigiert.
Pablo Heras-Casado dirigiert. Bild © hr / Dario Acosta

Im Anschluss: Auszüge aus einem Konzert des Granada Festivals vom 5. Juli 2019. In der Alhambra war das Orchestre de Paris unter der Leitung von Pablo Heras-Casado zu Gast, u.a. mit Musik von Hector Berlioz.

Weitere Informationen

Sendung verpasst?

Das Konzert vom Solsberg Festival können Sie nach der Sendung hier bis zum 13. September 2019 hören.

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Sendung: hr2-kultur, "ARD Radiofestival - Konzert", 14.08.2019, 20:04 Uhr

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