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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sammlung Hilde Eitel: Echte Perlen

Ausstellungsansicht Sammlung Hilde Eitel im Kunstmuseum Marburg

Die Sammlung, die die Designerin Hilde Eitel im Laufe ihres Lebens zusammengetragen hat, kann sich sehen lassen: Sie umfasst "nur" 57 Inventarnummern, beinhaltet aber die großen Positionen der internationalen Avantgarde in hoher Qualität.

Hilde Eitel war die Tochter eines Tapetenfabrikanten aus Marburg. Sie hatte in den 1930er Jahren in München Angewandte Kunst studiert, wo sie in Kontakt mit den Formen des Bauhauses kam. Ab den frühen 1960er Jahren leitete sie im Familienunternehmen die Abteilung Farb- und Formgebung. Sie muss sich sehr früh bereits für Kunst interessiert haben und kaufte ab den 1950er Jahren immer wieder Werke zeitgenössischer Künstler, stets das ganz Neue.

Hilde Eitel hat zunächst lange Jahre nur für sich selbst gesammelt ganz nach persönlichem Geschmack und Interesse. Mitte der 1980er Jahre war der Kunsthistoriker Ludwig Rinn zu Gast in ihrem Haus, eigentlich wegen eines ganz anderen Projektes. Zufällig sah er durch eine Glastür im Nachbarraum einen Ausschnitt von einem sehr bunten Bild und fragte erstaunt nach, ob es sich bei diesem um ein Werk von Gerhard Richter handele.

Die Sammlung wurde museal

Als Hilde Eitel ihn dann durch das Haus führte, zeigte es sich, dass es voll war mit Kunst. Und zwar von Namen wie Josef Albers oder Hans Hartung – wichtige, bedeutende Künstler der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Der Kunsthistoriker Ludwig Rinn erkannte die hohe Qualität ihrer Werke sofort und konnte die Sammlerin überreden, die Sammlung so umzubauen, dass sie musealen Charakter bekäme. Der Impuls ging von der Frage aus, was mit der Sammlung nach ihrem Tod geschehen sollte.

Hilde Eitel war bereits Mitte 70 als sie sich entschloss ihre Grafiken zum großen Teil zu verkaufen und dafür Gemälde und größere Skulpturen und Objekte zu erwerben. Sie ordnete ihre Sammlung neu, schränkte sie auf wesentliche Werke ein. Echte Perlen kann man dort finden: zwei Bilder von Morandi, eine schöne Arbeit von Wols und zwei starke Gemälde von Josef Albers.

Weitere Informationen

Sammlung Hilde Eitel

Kunstmuseum Marburg
Biegenstr. 11
35037 Marburg
Mehr Informationen unter www.uni-marburg.de

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 8.1.2020, 7.30 Uhr

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