Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.

Gespräch mit dem Schriftsteller Markus Orths

Heute wäre der französische Surrealist Paul Éluard 125 Jahre alt geworden. Von allen Dichtern des Surrealismus hatte er, so André Breton, die größte Nähe zur Malerei. Eine enge Freundschaft bestand zum Beispiel zu Max Ernst, mit dem er zeitweilig zusammenlebte und arbeitete. Éluard beschrieb 1937 den Surrealismus als "état d’esprit" und Erkenntnisinstrument, als eine Empörung gegen die "société actuelle" – gegen eine die Individuen erniedrigende, psychisch und sozial repressive Gesellschaft; aber die Schriftsteller und Intellektuellen, die sich im Gefolge von de Sade, Lautréamont, Freud, Picasso, Rimbaud, und im Gefolge des technischen Fortschritts und der Arbeiterbewegung wissen, werden zum Untergang des "Guten und Schönen" der Bourgeoisie beitragen. Für Éluard galt, dass auch die Poesie zum Gewissen der Gesellschaft gehört. Was vor allem in der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung Frankreichs schwierig war. Über diese Zeit hat der deutsche Autor Markus Orths ein Buch mit dem Titel "Max" geschrieben. Zwar ist der Mittelpunkt von "Max" der Maler Max Ernst, aber auch Paul Éluard kommt ein bedeutender Teil zu. Wir sprechen am Geburtstag von Paul Éluard mit Markus Orths darüber, was ihm der Dichter bedeutet und wie der Surrealismus von seinen Gedanken profitierte – gegen 17:10 Uhr in hr2-kultur am Nachmittag.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 14.12.2020, 15:05 - 18:00 Uhr.

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