Gespräch mit dem Autor Jan Koneffke

Ein Schrumpfkopf, ein Tsantsa, erzählt rund 250 Jahre Weltgeschichte von 1780 bis in die Gegenwart, seine Perspektive ist eine besondere – manchmal hängt er blutleer jahrelang an einer Wand oder steht auf einem Schreibtisch rum – und weil seine Besitzer immer wieder wechseln, wird er Zeuge ganz vieler historischer Begebenheiten, er wird Studienobjekt, er wird Ziehvater eines jungen Mädchens und steht schließlich im Zentrum einer Debatte über koloniales Raubgut. Jan Koneffkes neuster Roman ist ein wirklich fantastisches Werk, hochaktuell (das Anthropologiemuseum der Uni Oxford zum Beispiel will seine Schrumpfkopfsammlung nicht mehr ausstellen), ein großes Abenteuer quer durch Europa, das in Venezuela beginnt, und ein großer Spaß, der zwischendurch immer nachdenklich macht, besonders dann, wenn Rassismus und Antisemitismus zur Sprache kommen. Der Autor Jan Koneffke kommt aus Darmstadt, lebt heute zwischen Wien, Bukarest und den Karpaten und hat auch hier wie immer in seinen Büchern, einiges an eigenen Erfahrungen verarbeitet. Mehr über die Tsantsa Memoiren erfahren Sie in hr2-kultur am Sonntagmorgen zwischen 9:00 und 10:00 Uhr.

Das Hörerwunschgedicht

Walt Whitman: Nacht in der Prärie

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Sendung: hr2-kultur, "Am Sonntagmorgen", 27.12.2020, 09:04 Uhr.

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