Der PEN-Club wurde 1921 in London von der Schriftstellerin Catherine Amy Dawson gegründet. Nach der Erfahrung des ersten Weltkriegs sollten die "Schriftsteller der Erde" ihren Beitrag zum Frieden leisten. 12 Jahre später wurde der PEN-Club für die durch die Nationalsozialisten verfolgten deutschsprachigen Schriftsteller*innen im Exil zu einem überlebenswichtigen Netzwerk.

Nach dem Krieg gründete sich der deutsche PEN im Jahr 1947 neu und spaltete sich schon kurz später in zwei Zentren, die Sektionen West und Ost. Der 30. PEN-Kongress, aber der erste nach 1945, der in Deutschlamd ausgerichtet wurde, fand in der Frankfurter Paulskirche statt. Erich Kästner eröffnete ihn am 20. Juli 1959.

In den "hr2-Archivschätzen" senden wir einen gekürzten Mitschnitt dieser Veranstaltung: Erich Kästner spricht in seiner Rede über die Aufgaben und auch über die Geschichte des internationalen Schriftstellerverbands. Außerdem sind der damalige Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Werner Bockelmann, und der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss zu hören.

1998 wurden die Ost-und West-Sektion im PEN-Zentrum Deutschland wieder vereinigt. Das PEN-Zentrum Deutschland mit Sitz in Darmstadt versteht sich bis heute als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller. Besonders intensiv engagiert sich der deutsche PEN für politisch verfolgte Schriftsteller*innen mit den Programmen Writers in Prison und Writers in Exile.  

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 09.10.2021, 14:04 Uhr.