Der Schriftsteller Alfred Andersch leitete seit 1948 das Abendstudio des Hessischen Rundfunks. Er plante Sendungen und schrieb sowohl Features wie auch Hörspiele.

Vor 70 Jahren, im Juli 1951 produzierte er ein Hörbild, in dem er sich mit der Situation der deutschen Kriegsgeneration auseinandersetzte, mit ihren Problemen, in der Bundesrepublik anzukommen. Die Kriegsgefangenschaft, das Nachdröhnen der Nazi-Ideologie und die Entfremdung von der eigenen Familie führte bei vielen zu gesundheitlichen und psychischen Störungen. Andersch gehörte selbst zu dieser Kriegsgeneration, deren Schwierigkeiten er mit autobiografischen Zügen schildert. In seinem Hörbild, bei dem Hans Kettler Regie führte, sprachen u. a. Ernst Fritz Fürbringer, Martin Held und Hilde Nocker. Die Erstsendung war am 30. Juli 1951.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 03.07.2021, 14:04 Uhr.