1959 war das Jahr als "Lolita" von Vladimir Nabokov, "Die Blechtrommel" von Günther Grass und "Billiard um halb Zehn" von Heinrich Böll auf der Frankfurter Buchmesse erschien.

In der Sendung "Abendstudio" widmete sich der Journalist, Redakteur und Literaturkritiker Hellmut Jäsrich mit seinem Essay "Jährlich 20.000 Titel" dem aktuellen Buchmarkt, untersucht Neuerscheinungen und nimmt die Lesegewohnheiten und den Bücherkonsum der Leser und Leserinnen unter die Lupe.Er spricht über Serien-Zwang, Taschenbücher, Bestseller-Kultur, und die Unkalkulierbarkeit des Lesergeschmacks. Das Essay, das am 6.10.1959 gesendet wurde, sprechen Pinkas Braun und Friedrich von Bülow.

Der Literaturkritiker Hellmut Jäsrich arbeitete als freier Autor für den Hessischen Rundfunk. Gemeinsam mit Melvin Lasky und später mit Peter Härtling gab er in den 60er Jahren die zeitkritische und umstrittene Zeitschrift "Der Monat" heraus, die von den U.S.A. finanziert wurde. Später wurde sie von "Die Zeit" aufgekauft. Themen waren Politik, Zeitgeschichte und Kultur. Es schrieben darin auch Hannah Arendt, Theodor W. Adorno, Heinrich Böll und Willy Brandt, Max Frisch oder George Orwell.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 23.10.2021, 14:04 Uhr.