Die Verleihung des Georg-Büchner-Preises in Darmstadt wird jedes Jahr mit Spannung erwartet. Wird es vielleicht wieder einen kleinen Skandal geben? Wie politisch geraten die Reden diesmal? Dabei werden doch eigentlich, wie Ernst Jandl 1987 bemerkte, keine rhetorischen, sondern literarische Qualitäten ausgezeichnet.

Seit der Ehrung für Gottfried Benn 1951 hat der Hessische Rundfunk die Feierstunde der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung begleitet. Die Reden sind eine wahre Schatzkammer für die Literaturgeschichte. Wir bringen eine Auswahl aus dem Archiv.

Ursprünglich nur an hessische Künstler vergeben, zeichnet der Georg-Büchner-Preis seit fast 70 Jahren Autor*innen aus dem gesamten deutschen Sprachraum aus und gilt seitdem als wichtigster deutscher Literaturpreis. Dabei hat es gute Tradition, dass die Preisträger*innen sich auf den Namensgeber beziehen: den Dichter, Dramatiker und Revolutionär Georg Büchner.

Am 31. Oktober 2020 geht der Preis an die Lyrikerin Elke Erb. Sie steht in einer langen Reihe prominenter Autor*innen. Einige von ihnen, vor allem Preisträger*innen der frühen Jahre, haben wir für die heutige Sendung ausgewählt. Aus dem Archiv des Hessischen Rundfunks dokumentieren wir Auszüge aus den Reden von Gottfried Benn, Marie Luise Kaschnitz, Erich Kästner, Ernst Jandl und Erich Fried.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 31.10.2020, 14:04 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit