Drei Dirigenten sind heute zu hören: Eliahu Inbal, der das hr-Sinfonieorchester geprägt hat, außerdem Herrmann Michael, der lange Jahre Orchester in den USA geleitet hat und Othmar Mága, der gerade am Beginn seiner Zeit als Generalmusikdirektor in Bochum stand.

Mozart: Adagio und Fuge c-Moll KV 546
Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Leitung: Eliahu Inbal

(Aufnahme vom 17. Juni 1976)

Bloch: Schelomo
Uwe Zipperling, Violoncello
Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks
Leitung: Hermann Michael

(Aufnahme vom 10. Januar 1967)

Liszt: Totentanz für Klavier und Orchester
Grant Johannesen, Klavier
Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Leitung: Otmar Mága

(Aufnahme vom 22. Oktober 1971)

Ende 1783 schrieb Mozart, der sich damals intensiv mit älterer Musik – vor allem von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel – auseinandersetzte, eine Fuge in c-Moll für zwei Klaviere. Ihr Thema erinnert an das sogenannte „Thema Regium“ aus Bachs „Musikalischem Opfer“. Knapp fünf Jahre später, im Juni 1788, setzte er die Fuge für Orchester und komponierte dazu eine langsame Einleitung, die auf die Fuge vorbereiten soll.

Ernest Bloch komponierte sein Stück „Schelomo“ 1916, als ihn die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs zunehmend bedrückten. Das Werk ist ein tönendes Porträt des alttestamentarischen Königs Salomo. Dabei orientiert sich Bloch an dem Buch Kohelet, dem „Prediger“ also, das sich unter den biblischen Lehrbüchern und Psalmen findet und mit den berühmten Worten beginnt: „Nichtig und flüchtig, sprach Kohelet, nichtig und flüchtig, alles ist nichtig. Welchen Gewinn hat der Mensch von seiner ganzen Mühe und Arbeit unter der Sonne? Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt, und die Erde bleibt ewig bestehen.“

Den "Totentanz" von Franz Liszt könnte man auch als dessen drittes Klavierkonzert bezeichnen, oder als eine Sinfonische Dichtung mit Soloklavier. Es handelt sich um Variationen über den gregorianischen Hymnus "Dies irae" in der Tonart d-Moll, einer Tonart, die bei Liszt die Hölle symbolisiert.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 03.04.2021, 14:04 Uhr.

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