"Gott, was war das für eine Musik! Unaufhörlich stürzte die Symphonie zusammen und wurde vernichtet wie eine Stadt im Artilleriefeuer, und immer wieder wurde sie aufgebaut und wuchs aus den Trümmern und Überresten. Sie floss über den Inhalt, der phantastisch durchgestaltet und neu war wie der Leben und Frische atmende Wald, der an jenem Morgen in das erste Grün des Jahres 1903 gekleidet war."

Skrjabin: 3. Sinfonie c-Moll op. 43 "Le divin poème"
Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Leitung: Jan Krenz

(Aufnahme vom 12. und 13. Februar 1976 aus dem hr-Sendesaal)

Das sind emphatische Worte des Dichters Boris Pasternak, die seinen "Memoiren" entstammen. Es ist ein poetisches Bekenntnis über das unerhört Neue, das Alexander Skrjabin in seiner dritten Sinfonie gewagt hat. Er nannte sie im Untertitel "Le divin poème" – "Das göttliche Poem".

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 29.05.2021, 14:04 Uhr.

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