Der polnische Dirigent und Komponist Jan Krenz gehörte zu den herausragenden Musikern Polens und Europas. Als Komponist trat er erstmals im besetzten Warschau mit einem eigenen Streichquartett in Erscheinung. Sein internationaler Ruhm gründete sich vor allem auf seine Arbeit als Dirigent.

Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Leitung: Jan Krenz

Tschaikowsky: 3. Sinfonie D-Dur op. 29 "Polnische"

(Aufnahmen vom 2. - 5. Februar 1976 aus dem hr-Sendesaal)

In Deutschland ist er als Gast sowohl der Berliner Philharmoniker als auch der Dresdner Staatskapelle bekannt geworden, also auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Als Dirigent setzte sich Jan Krenz für die Verbreitung polnischer Musik ein. In unserer Aufnahme leitet er russische Musik, die dritte Sinfonie Tschaikowskys, die auch die "Polnische" genannt wird. Dieser Beiname geht wohl auf den englischen Dirigenten Sir August Manns zurück, der sie 1899 zum ersten Mal im Vereinigten Königreich aufführte. Denn es ist durch und durch russische Musik.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 16.10.2021, 14:04 Uhr.