Sechs vollständige lateinische Messen hat Schubert im Laufe seines kurzen Lebens komponiert, doch an kaum einer anderen Partitur hat er so lange gefeilt wie an seiner fünften Messe in As-Dur.

Elisabeth Speiser, Sopran
Marga Schiml, Alt
Aldo Baldin, Tenor
Boris Carmeli, Bass
Frankfurter Kantorei
Vokalensemble Marburg
Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Leitung: Jerzy Semkov

Schubert: Messe As-Dur D 678

(Aufnahme vom 2. Oktober 1982 aus der Stadthalle Kassel)

Drei Jahre lang arbeitete er an seiner "Festmesse“, bis sie vermutlich Ende 1822 aufgeführt wurde. Doch nicht, wie erträumt, im Wiener Stephansdom, sondern in einer Wiener Vorstadtkirche, wo sein Bruder Ferdinand als Chorleiter wirkte.
Ursprünglich wollte Schubert seine "Missa solemnis“, wie er sie selbst bezeichnete, dem Kaiser widmen. Zu dieser Widmumg ist es jedoch nicht gekommen, weil man Schubert offenbar davon überzeugte, dass die Messe nicht in dem Stil komponiert sei, den der Kaiser liebe. Für den Komponisten aber war sie, wie er einmal sagte, etwas besonderes: ein Werk, in dem er das "Höchste in der Kunst" zu erreichen suchte.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 30.10.2021, 14:04 Uhr.