Die sechste Sinfonie, die "Pathétique“, von Peter Tschaikowsky ist ein Werk, das zu vielen Spekulationen Anlass gegeben hat. Dazu gab es auch allen Grund. Nur drei Wochen nach ihrer St. Petersburger Uraufführung starb Tschaikowsky an der Cholera, nachdem er – wissentlich oder unwissentlich – ein Glas verseuchtes Wasser aus der Newa getrunken hatte.

Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Leitung: Igor Markevitch

Tschaikowsky: 6. Sinfonie h-Moll op. 74 "Pathétique"

(Aufnahme vom 16. Dezember 1977 aus dem hr-Sendesaal)

Dazu steht die Sinfonie in der sogenannten Todestonart h-Moll. Aus dem geradezu verlöschenden letzten, langsamen Satz wollte man eine Todesahnung des Komponisten heraushören. Und der hatte auch noch gesagt, dass ihn die Stimmung dieses Finales an ein Requiem erinnere, und dass überhaupt die Sechste "eine Programmsinfonie sei, deren Programm für alle ein Rätsel bleiben wird. Dieses Programm ist durch und durch von meinem eigensten Sein erfüllt, so dass ich, unterwegs in Gedanken komponierend, oft heftig weinte …“. Kein Wunder dass sich Legenden um die "Pathétique" von Tschaikowsky ranken.

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Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 05.02.2022, 14:04 Uhr.

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