Eine Frau hat er wirklich vergöttert, seine Freundin aus Kindertagen, "Beatrice". Sie hat Dante Alighieri nicht nur zum Schreiben inspiriert, sondern ihn auch in seiner Göttlichen Komödie bis zum Paradies begleitet. Einen kritischen Blick auf die Liebe zwischen Dante und Beatrice wirft die in der Weimarer Republik tätige und später fast in Vergessenheit geratene Schriftstellerin und Rundfunkautorin J.D. Ungerer in ihrer Erzählung "Dantes Beatrice", die sie 1955 für den Hessischen Rundfunks selbst gelesen hat.

In Dantes Göttliche Komödie tauchen wir mit einer Aufnahme aus dem Jahr 1954 ein, in der der ehemalige Burgschauspieler Raoul Aslan (1886-1958) Ausschnitte aus der "Hölle" rezitiert. Die Ankunft im Paradies in den letzten Gesängen präsentieren wir in einer Aufnahme aus dem Jahr 1988 mit Manfred Schradi, ein Happy End der "göttlichen Komödie" auch für Dantes Beatrice.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 25.09.2021, 14:04 Uhr.