Helmut Heißenbüttel war Schriftsteller, Dichter, Theoretiker, Publizist und Rundfunkredakteur. Er war ein Mitglied der Gruppe 47, galt als ein Pionier der "Konkreten Kunst" und war also ein literarischer Avantgardist im Nachkriegsdeutschland.

1941 war Helmut Heißenbüttel versehrt aus dem Krieg zurückgekehrt und arbeitete in den 1950er Jahren beim Hamburger Claassen Verlag. Von 1959 bis 1981 leitete er die Reihe "Radio-Essays" beim Süddeutschen Rundfunk. Er veröffentlichte zahlreiche Essays, erfolgreich wurden seine "Textbücher". 1963 hielt er die Frankfurter Poetikvorlesung und widmete sie den "Grundbegriffen einer Poetik im 20. Jahrhundert". 1969 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Entgegen dem Mainstream interessierte sich Heißenbüttel in den 70er Jahren zunehmend für einen literarischen Gegenkanon und entwickelte sein Konzept einer "Offenen Literatur". Auch einen "Anti-Roman" hat er konzipiert. Ein größeres Publikum erreichte seine Erzählung "Wenn Adolf Hitler den Krieg nicht gewonnen hätte". Seine Werke werden bei Klett-Cotta veröffentlicht.

Er war unter anderem Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Freie Akademie der Künste in Hamburg und der Akademie der Künste in Berlin. Helmut Heißenbüttel starb in 1996 nach längerer Krankheit in Glückstadt.

Helmut Heißenbüttel wäre am 21.06.2021 hundert Jahre geworden. In unserer Reihe Archivschätze senden wir frühe Texte von Helmut Heißenbüttel, die der Autor im Hessischen Rundfunk aufgenommen hat, und die Büchnerpreis-Verleihung an Helmut Heißenbüttel aus dem Jahr 1969 – mit der Laudatio von Karl Krolow und der Dankesrede des Preisträgers.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 19.06.2021, 14:04 Uhr.

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