Es war der erste Krieg im 20. Jahrhundert, der das Gefüge Europas komplett verändert hat. Die Kriegsbegeisterung war groß, aber es gab auch pazifistische Stimmen in der Politik, unter Künstlern und Wissenschaftlern.

Wie sich das politische Leben, die Kunst, die Literatur und die Wissenschaft ab 1914 verändert haben, ist nun auf Tondokumenten der Zeit nachzuvollziehen: Ein Augenzeuge berichtet vom Attentat in Sarajewo, der Autor Ernst Toller nimmt seinen Anti-Kriegsruf auf Schallplatte auf, Philipp Scheidemann ruft die Republik aus, Gerhart Hauptmann spricht skeptisch über die Zukunft der Literatur, der Architekt Walter-Gropius entwirft eine Vision von seiner Architektur nach Kriegsende.

Die Hör-Edition "Jahrhundertstimmen" macht auch diesen Teil der deutschen Geschichte ersten Mal in raren historischen Originaltonaufnahmen erlebbar. Der Journalist und Historiker Hans Sarkowicz hat insgesamt mehr als 200 Tonaufnahmen zusammengetragen, die in Gesprächen mit dem Historiker Ulrich Herbert, dem Verleger und Autor Michael Krüger und der Wissenschaftshistorikerin Annette Vogt eingeordnet werden.

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Hörbuch

Jahrhundertstimmen 1900-1945 - Deutsche Geschichte in über 200 Originalaufnahmen
Hans Sarkowicz, Ulrich Herbert, Michael Krüger, Christiane Collorio
Der Hörverlag/DRA/hr 2021
60 Euro

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Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 12.03.2022, 14:04 Uhr.