Während des vergangenen Jahres ist unter den Bedingungen der Pandemie nicht nur die Einsamkeit gestiegen. Menschen, die in den eigenen vier Wänden viel stärker auf sich angewiesen sind, gehen sich auf die Nerven – Konflikte entstehen.

Gefragt sind hier eigentlich auch die Seelsorgenden. Doch es ist ein Dilemma: Seelsorge braucht in der Regel Zugewandtheit und Nähe. Aber die Pandemie fordert Distanz. Wie gehen Seelsorger damit um? Viele kreativ, in dem sie neue Angebote schaffen, telefonisch und online für die Menschen zur Verfügung stehen. Die Telefonseelsorge verzeichnet einen starken Anstieg an Hilfesuchenden. In den Beichtstuhl gehen immer weniger Christinnen und Christen, aber über Schuld und Sühne wollen gerade während der Pandemie viele reden. Allerdings: Manche Seelsorger warten mit ihren Angeboten auch umsonst. Brauchen die Menschen überhaupt noch kirchliche Seelsorger? Oder gehen sie lieber zu einem Therapeuten? Holen sich Rat und Unterstützung im Netz?

Ein Beitrag von Michael Hollenbach.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 14.03.2021, 11:30 Uhr.

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